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Whiskey Soda, Dezember 2007
Written by Jay Bad   
Wednesday, 05 December 2007
+++ No translation avaiable +++
Sidekick Lupchen and the Bad Generation - The Royal Flush of Death

Bei Sidekick Lupchen and the Bad Generation (kurz SLATBG), darf man nichts zu ernst nehmen. Spaß und Selbstironie haben sich die drei Jungs schon bei der Bandbeschreibung auf die Fahne geschrieben. So sei ihre ehemalige Band "auf Grund des tragischen gewaltsamen Drogentodes bei einem Flugzeugabsturz des Frontmannes Lee Bad" aufgelöst worden. Im Jahr 2000 haben sich dann die überlebenden Dee Bad, Jay Bad und Bad Lupchen zu SLATBG zusammengetan und rocken seither den Untergrund.

Albumcover und Texte ihres Albums "The Royal Flush of Death" erinnern an Sin City - düstere Comicstädte, zwielichte Gestalten und rotes Blut. New Yorker Pokeratmosphäre, Frauen und Motorräder bestimmen die recht knappen Lyrics - alles natürlich mit gehobener Augenbraue. Musikalisch bewegen sich die Bad Boys zwischen ebenjenem New Yorker Rockersound, den sie persiflieren, und klassischem Punk. Dabei wählen sie fast durchgängig schnelles Tempo, eingängige Riffs, garniert von Bad Lupchens rauchiger Stimmer. So einsteht ein netter Schrammelsound, zum den man sich gut in die dargestellte Szenerie hineinversetzen kann. Allerdings würde man sich mindestens beim Tempo mehr Abwechslung wünschen, und auch aus Gitarre und Bass lässt sich sicher mehr rausholen. Die meisten der 14 Lieder vermischen sich zu einer Soundwand, aus der wenig Individuelles herauszuhören ist.

Herauszuheben ist allerdings der allerletzte Song des Albums. "The Queen of Planet Surf" kommt ein Stück psychedelischer daher, die Gitarre ist hier klarer und das Schlagzeug zieht ein interessantes Midtempo ohne Abstriche durch. Gerade durch das starre Tempo wird hier eine Coolness transportiert, die den schnelleren Songs überlegen ist. Ansonsten sei als Anspieltipp noch Lied Nummer Fünf erwähnt. Hier kommt SLATBG auf schönste Weise mit Schrammelgirtarren und rollendem Bass daher, das sman gleich seinen Hut tiefer ins Gesicht und ein Ass aus dem Ärmel ziehen möchte.

Alles in allem ist "The Royal Flush of Death" ein solides Album, dem ein absoltuer Knaller jedoch fehlt. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Band beim nächsten mal etwas experimentierfreudiger zeigt und so ihre ganzen Qualitäten entfalten kann.

Link zum Artikel , Ekkaia, 05.12.2007

 
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